Begleitung durch Ihre Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft bringt viele körperliche Veränderungen und persönliche Fragen mit sich. Wir begleiten die vorgesehenen Kontrollen, besprechen Befunde und nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen – vom ersten Termin bis zu Fragen nach der Geburt.
Schwangerschaftstermine bitte ausschließlich telefonisch vereinbaren: 01 / 58 76 76 9. Ihre Partnerin oder Ihr Partner kann zur Eltern-Kind-Pass-Untersuchung mitkommen.
Der erste Termin und Ihre Vorgeschichte
Eine Schwangerschaft dauert, vom Beginn der letzten Regelblutung gerechnet, etwa 40 Wochen. Rufen Sie nach einem positiven Test an, um einen passenden Termin zu vereinbaren. Die erste reguläre Ultraschallkontrolle wird in der Ordination üblicherweise ab der sechsten Schwangerschaftswoche geplant. Bei Schmerzen, Blutungen oder anderen Beschwerden ist eine frühere Abklärung erforderlich.
Beim Gespräch geht es auch um Vorerkrankungen, frühere Schwangerschaften, Medikamente, familiäre Erbkrankheiten und mögliche Risiken. Bringen Sie Befunde und Ihren Impfpass mit. Notieren Sie Fragen zu Beschwerden, Alltag oder Untersuchungen, damit wir diese gemeinsam besprechen können.
Eltern-Kind-Pass: Kontrollen und Ultraschall
Der Eltern-Kind-Pass, früher Mutter-Kind-Pass, begleitet die Vorsorge in der Schwangerschaft. Das seit 1. Oktober 2026 erweiterte österreichische Programm sieht fünf geburtshilfliche Untersuchungen und vier Ultraschalluntersuchungen vor. Die Termine liegen in festgelegten Schwangerschaftswochen. Gemeinsam planen wir die Untersuchungen passend zu Ihrem Schwangerschaftsverlauf und dem geltenden Programm.
Mit dem Ultraschall können beispielsweise Entwicklung, Wachstum und Lage des Kindes beurteilt werden. Bei einer medizinischen Fragestellung können zusätzliche Kontrollen notwendig sein. Kein Untersuchungsverfahren kann alle Erkrankungen ausschließen oder einen komplikationsfreien Verlauf garantieren.
Welche Untersuchungen von der Krankenversicherung übernommen werden und welche zusätzlich privat vereinbart werden, klären wir vorab. Die aktuellen Zeitfenster und Leistungen finden Sie auch im offiziellen Eltern-Kind-Pass-Portal.
Pränataldiagnostik und PraenaTest
Zusätzliche pränatale Untersuchungen können Informationen zu bestimmten Entwicklungsauffälligkeiten oder Chromosomenveränderungen liefern. Dazu gehören, je nach Fragestellung, spezielle Ultraschalluntersuchungen und Bluttests. Vor der Entscheidung besprechen wir, was der jeweilige Test erkennen kann, welche Grenzen er hat und welche Konsequenzen ein auffälliges Ergebnis haben könnte.
In der Ordination wird die Beratung zum PraenaTest ab der 12. Schwangerschaftswoche angeboten. Dieser nicht-invasive Pränataltest (NIPT) untersucht kindliche DNA-Anteile im mütterlichen Blut, um die Wahrscheinlichkeit bestimmter Chromosomenveränderungen einzuschätzen. Er ist ein Suchtest und keine abschließende Diagnose. Ein auffälliges Ergebnis muss vor weitreichenden Entscheidungen weiter abgeklärt werden.
Ob und welche Pränataldiagnostik Sie wünschen, ist Ihre Entscheidung. Die Teilnahme an zusätzlichen Untersuchungen ist freiwillig. Informationen zu privaten Testleistungen finden Sie unter Zusatzleistungen.
Streptokokken-Abstrich vor der Geburt
Gegen Ende der Schwangerschaft wird die Untersuchung auf Gruppe-B-Streptokokken besprochen. Der Befund ist für das geburtshilfliche Team wichtig, weil er die Betreuung während der Geburt beeinflussen kann. In der Ordination wird der Abstrich im Zusammenhang mit der letzten vorgesehenen Schwangerschaftskontrolle organisiert; das Ergebnis kann Ihnen anschließend auch online zur Verfügung gestellt werden.
Seit Oktober 2026 ist die Streptokokken-Abklärung Teil des erweiterten Eltern-Kind-Pass-Programms. Eine privat vereinbarte Abnahme außerhalb einer gedeckten Programm- oder Kassenleistung kostet 15 Euro. Eine vom Programm gedeckte Untersuchung wird nicht zusätzlich als private Zusatzleistung berechnet.
Impfberatung zu RSV und Keuchhusten
Bestimmte Impfungen in der Schwangerschaft können dazu beitragen, das Kind in den ersten Lebensmonaten zu schützen: Die Mutter bildet Antikörper, die über die Plazenta an das Kind weitergegeben werden. Ob und wann geimpft wird, richtet sich nach Impfstatus, Schwangerschaftswoche und den aktuellen österreichischen Empfehlungen.
Keuchhusten / Pertussis
Die Pertussis-Impfung wird in jeder Schwangerschaft empfohlen, unabhängig davon, wann die letzte Impfung erfolgt ist. Den geeigneten Zeitpunkt und den verwendeten Kombinationsimpfstoff besprechen wir beim Termin. Die privat angebotene Impfung kostet 50 Euro.
RSV
Für den Schutz vor schweren RSV-Erkrankungen im frühen Säuglingsalter kommen eine Impfung in der Schwangerschaft oder eine direkte Antikörpergabe an das Kind infrage. Bei einer mütterlichen Impfung sind der voraussichtliche Geburtstermin und die RSV-Saison wichtig; empfohlen ist ein Abstand von vier bis acht Wochen vor der Geburt. Die privat angebotene RSV-Impfung kostet 240 Euro.
Impfungen können einen Schutz verbessern, bieten aber keine vollständige Sicherheit vor einer Erkrankung. Die individuelle Empfehlung und mögliche öffentliche Impfangebote werden vorab geklärt.
3D/4D-Ultraschall und eine Aufnahme auf USB
Ein 3D-Ultraschall stellt räumliche Bilder dar; bei einer 4D-Darstellung können Bewegungen in Echtzeit sichtbar werden. Im Rahmen einer ärztlich verantworteten Ultraschalluntersuchung können auf Wunsch Aufnahmen Ihres Kindes erstellt und auf einem USB-Stick mitgegeben werden.
Wie gut sich das Kind darstellen lässt, hängt unter anderem von seiner Lage und den Untersuchungsbedingungen ab. Eine solche Aufnahme ersetzt keine medizinisch erforderliche Untersuchung oder ein Organscreening. Die Leistung mit USB-Aufnahme kostet 80 Euro.
Private Zusatzleistungen im Überblick
- Zusätzlich privat vereinbarter Ultraschall: 50 Euro
- Streptokokken-Abnahme außerhalb einer gedeckten Programm- oder Kassenleistung: 15 Euro
- RSV-Impfung als Privatleistung: 240 Euro
- Keuchhusten-Impfung als Privatleistung: 50 Euro
- 3D/4D-Ultraschall mit USB-Aufnahme: 80 Euro
Private Leistungen werden vor der Durchführung mit Ihnen vereinbart. Die Abgrenzung zu Leistungen des Eltern-Kind-Passes und der Krankenversicherung wird dabei berücksichtigt. Weitere Angebote finden Sie in der Übersicht der Zusatzleistungen.
Bei Beschwerden und nach der Geburt
Melden Sie neue oder anhaltende Beschwerden frühzeitig. Bei starken Schmerzen, stärkeren Blutungen, Kreislaufproblemen oder anderen akuten Warnzeichen warten Sie nicht auf den nächsten Routinetermin, sondern wenden Sie sich an eine geeignete Akutversorgung. Auch nach der Geburt können Sie sich mit Fragen zur gynäkologischen Nachkontrolle, Heilung, Verhütung oder zum Beckenboden an die Ordination wenden.
Wenn die Schwangerschaft ungewollt ist
Wenn Sie unsicher sind oder die Schwangerschaft nicht fortsetzen möchten, erhalten Sie eine vertrauliche Beratung und gynäkologische Abklärung. Informationen zur Hilfe bei ungewollter Schwangerschaft.
Weiterführende medizinische Informationen: Gesundheitsportal: erweitertes Eltern-Kind-Pass-Programm · Gesundheitsportal: Pränataldiagnostik · Gesundheitsportal: Impfungen in der Schwangerschaft. Informationsstand: 13. Oktober 2026.

